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Yoga und Klangschalen

Jóga a Tibetské mísy

1. YAMA - Umgang mit der Umwelt

In den Patanjali Yoga Sutras, die im 2. Jhrd. n. Chr. zusammengetragen wurden, werden 8 Glieder auf dem Yoga Weg beschrieben und definiert. Ich möchte im Rahmen meiner Texte diese kurz vorstellen, da sie eine Hilfe auf dem Yoga-weg sein können. Yoga ist mehr als nur bestimmte Asanas (Körperpositionen), die sind zwar ein Bestandteil, aber es geht im Yoga um Selbsttransformation, Einhaltung von Regeln, innere Einkehr, Nachdenken über sich selbst und unserer Umwelt. Der Yoga-Weg heißt, dass wir unser Leben meistens anders gestalten sollen und/oder wollen, und die Yoga-Sutras bieten dazu eine Hilfe, ein Leitfaden.

Die erste Regel in den Patanjali Yoga Sutras heißt YAMA und stellt im Detail weitere 5 Grundsätze dar. Yama bedeutet und lehrt uns über unsere Einstellung zur Umwelt, zu unseren Freunden, Familie, Kollegen, Mitmenschen, zu der Gesellschaft in welcher wir leben, zur Natur. Es geht um das Prinzip der äußeren Disziplin. Es geht um 5 allgemein ethische Grundsätze, die ich hier näher beschreiben möchte.

  

AHIMSA - Nichtverletzen, Gewaltlosigkeit

Der erste Grundsatz heißt AHIMSA - friedvolles Leben, Nichtverletzen, Mitfühlung, Empathie, Gewaltlosigkeit. Es war der Hauptgrundsatz des Mahatma Gandhi. Ahimsa wird nicht nur an Hand unserer Taten und Handlungen sondern auch unserer Gedanken und Worte bemessen. Auch mit unseren negativen Gedanken und verletzenden Worten können wir wehtun, jemandem etwas antun, sich böswilling verhalten. Auch wenn wir vegetarier sind (es aber nicht unbedingt sein müssen), können wir andere verletzten wenn wir nicht friedvoll, emphatisch, tolerant und respektvoll agieren. Ahimsa bedeutet aber nicht sich fatalistisch zu benehmen, sich treiben zu lassen, nein. Aufbegehren gegen Unrecht ist richtig, es nicht einfach hinzunehmen, aber aktiv dagegen zu steuern. Mahatma Gandhi hat einmal gesagt: „Auge um Auge - und die Ganze Welt wird blind sein“. Wut und Ärger kann nicht die Welt verändern, wer auf Wut mit Wut oder mit Vorwurf auf Vorfwurf reagiert, kann die Welt nicht anders, nicht besser machen.

 

 

  

SATYA- Wahrheit und Wahrhaftigkeit

Yoga citta vritti nirodha- Yoga beruhigt unser Bewußtsein“ - ist eine der Grundsatzprämisen von Patanjali. Die Umsetzung dieses Yoga-Zieles ermöglicht weitere ethische Regel von Patanjali - SATYA - Wahrhaftigkeit, die Wahrheit. Gemeint sind unsere Taten, Handlungen, Gedanken und natürlich unsere Worte. Der Wahrheit verhaftet zu sein, sich um die Wahrheit bemühen und wahrhaftig zu leben. Mahatma Gandhi hat die Satya zu einem seiner Grundsätze erkoren und sein Leben der Wahrheit und Wahrhaftigkeit gewidmet. Sehr schön beschreibt er seinen Weg zur Wahrheit in seiner Autobiografie. Es geht bei dieser Regel allerdings nicht nur über die Wahrheit im Abstrakten aber über unser Verhalten zu unserer Familie, Freunden, Kollegen, Gesellschaft, Fremden, zu unseren Mitmenschen. Nicht vergessen dürfen wir auch die Wahrheit mit sich selbst, zu sich selbst offen zu sein, sich Fehler eingestehen und aus ihnen Erfahrungen zu sammeln und zu lernen. Wir sollten unsere Verhaltensmuster analysieren und darüber nachdenken wie wir handeln, schaden wir nicht jemandem mit unseren Gedanken oder mit unserem Verhalten? Wahrheit kann allerdings auch schmerzen, wir sollten mit ihr bewußt und empathisch umgehen. Manchmal ist weniger hilfreicher und besser, manchmal kann das Schweigen mehr helfen. Wahrheit und Wahrhaftigkeit, unseres Handels und bewußter Umgang mit den Worten sollten unser höchster Ziel sein. Wenn wir in Wahrheit mit sich selbst und der Umwelt leben, leben wir bewußt und können so besser und schneller zu inneren Ruhe kommen. Der Weg der Wahrheit hilft uns auf unserem Yoga-Transfomationsweg.

 

 

  

ASTEYA- nicht stehlen

Die nächste Regel und Empfehlung von Patanjali - ASTEYA - nicht stehlen, erinnert uns an die Bibel und die zehn Gebote. Wie schon bei den vorherigen Empfehlungen geht es nicht nur um die Einstellung zu sich selbst, sondern zu der Umwelt und Gesellschaft. Es ist heute selbstverständlich, dass man Sachen und Dinge nicht stehlen sollte. Aber wie ist es z.B. mit der Zeit? Oder mit geistigem Eigentum? Mit Gedanken und Ideen, mit Filmen, Musik, Fotos? Das alles ist mit der ASTEYA gemeint. Wir sollten uns auch fremde Kreativität nicht selbst aneignen. Wir sollten nicht kopieren, was die anderen schon geschaft haben, leben wir unser eigenes Leben! Nicht Herr oder Frau Mustermann aus dem Internet kopieren, auch das gehört zu Asteya. Nachzudenken über das was wir hören, lesen, was uns die Anderen sagen, sich unsere eigene Meinung bilden, vergleichen, sich aus unterschiedlichen vertraulichen Quellen informieren, sich auch im höherem Alter weiterbilden, das sollte unser Ziel sein.

 

 

 

APARIGRAHA - nicht häufen

Die nächste Regel hat einen sehr tiefen Sinn in unserem heutigem Leben - APARIGRAHA - nicht anhäufen, nicht unser Eigentum im Übermass häufen, aber auch nicht andere Menschen auszunutzen. Es geht nicht nur um das Materielle, um die Sachen die wir besitzen, häufen, kaufen, aber ebenfalls um geistiges Eigentum. Wer nach Aparigraha leben will, lebt bescheiden, das heißt aber nicht in Armut oder asketisch. Wer bescheiden lebt, verbraucht auch nicht so viel, kann z. B. auch zum Umweltschutz beitragen. Grundbedürfnisse, sowohl geistige als auch materielle, sollten natürlich abgesichert sein. Aber Habgier, unnötige Anhäufung weit über unsere Grundbedürfnisse, Eitelkeit, das Leben im Überfluß, das Verschwenden von materiellen und geistigen Mitteln, verschwenden von Worten, Kommentaren, Reden über unwesentliche Tatsachen, das alles hängt mit der APARIGRAHA zusammen. Wichtig ist näher zu sich selbst zu kommen, innere Ruhe zu finden und mit unseren bewußten Taten und Handlungen der Umwelt gegenüber diese zu beeinflußen.

 

 

 

BRAHMACHARYA -Enthaltsamkeit

Über Brahmacharya schreibt sehr schöne Worte Mahatma Gandhi in seiner Autobiografie an mehreren Stellen. Diese Regel war Ihm offensichtlich sehr wichtig. BRAHMACHARYA = Enthaltsamkeit. Er schreibt:..... „Brahmacharya bedeutet alle Sinne in Gedanken, Wort und Tat zu beherrschen.“ und weiters ...“Wer nach Brahmacharya strebt, wird sich seiner Unzulänglichkeiten immer bewußt sein, die in Tiefen seines Herzens verborgenen Leidenschaften aufspüren und immer aufs neue den Befreiungsschlag versuchen. Solange das denken nicht vollständig vom Willen kontroliert wird, ist Brahmacharya noch nicht vollständig erlangt.“ Mit dieser Regel ist zwar die Enthaltsamkeit, wobei in erster Linie die sexulle gemeint ist, allerdings im weiteren Sinne nicht nur. Die Beherrschung unserer Sinne kann uns auf dem Weg des Lebens genauso helfen, wie auf dem Yoga-Weg. Wenn wir unseren Willen, unsere Gedanken, Worte und Taten unter Kontrolle haben, helfen wir uns selbst, unserer Umgebung, Familie, Kollegen und Freunden. Wenn wir unsere Sinne beherrschen, gewinnen wir mehr Energie um auf dem Weg der Selbsttransformation, auf unserem Lebens- oder Yoga-Weg zufrieden und erfolgreich zu schreiten. Es kann uns helfen mehr nach Innen zu gehen, nachzudenken über den spirituellen und geistigen Weg. Wenn wir unsere Sinne mit dem Willen besser beherrschen, können wir das Leben und unser Tun zufriedener, besser, ruhiger und reicher machen. Gemäßigtes Leben heißt nicht schlechtes oder unerfühltes Leben.